Syphilis (Lues)

Die Syphilis ist eine durch spezielle Bakterien verursachte sexuelle Erkrankung, die den gesamten Körper betrifft. Von der Eintrittsstelle aus werden die Bakterien über das Blut im gesamten Körper verstreut. Eine Syphiliserkrankung verläuft in drei Stadien. Etwa 15 Tage bis zu 5 Wochen nach der Infektion tritt ein nicht schmerzendes Geschwür an der Eintrittsstelle des Erregers oder deren Umgebung auf, das eventuell unbemerkt bleiben kann. Zusätzlich können die Lymphknoten in der Umgebung des Geschwürs anschwellen. Etwa 4 bis 8 Wochen nach der Infektion treten wechselnde, unspezifisch erscheinende Hautveränderungen auf, die Lymphknoten schwellen an und spezielle Warzen können sich bilden. Zusätzlich kann Haarausfall und Fieber auftreten. Mehrere Jahre nach der Infektion folgen Schäden an großen Blutgefäßen sowie am Herzen und am Nervensystem. Zur Übertragung einer Syphilis genügt ein mikroskopisch kleiner Hautriss, der direkt mit einem Syphilisgeschwür oder einer anderen syphilisbedingten Hautveränderung in Kontakt kommt. Alle Sexpraktiken, bei denen es auch nur zu kleinsten Verletzungen kommt, stellen ein Übertragungsrisiko dar, ebenso Sexspielzeuge, an denen sich Körpersekrete befinden.

In den ersten beiden Phasen, also innerhalb der ersten 8 Wochen, ist die Syphilis durch gezielten Einsatz mit Antibiotika behandelbar.

Als Schutzmöglichkeiten empfehlen sich Kondome sowie Handschuhe bei jeder Sexualpraktik, bei der es zu Verletzungen kommen kann. Kontakt mit offenen Wunden jeder Art sollte vermieden werden, Sexspielzeug nicht weitergegeben werden.

Da die Syphilis im ersten Stadium häufig symptomlos verläuft, sollten sich sexuell Umtriebige zweimal jährlich routinemäßig untersuchen lassen.