5 Ratschläge zum Thema Tabu und Diskriminierung auf Grund von HIV und AIDS

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Von: MyPost – by immigrants for immigrants – , AIDS-Hilfe Offenbach e.V.

„Angst essen Seele auf“ heißt ein berühmter Film von Rainer Fassbinder. Lassen Sie nicht zu, dass Ängste auf Grund von HIV, AIDS, Syphilis etc. ihr Leben oder das Ihrer Angehörigen beeinträchtigen oder zerstören. Nutzen Sie unsere Beratung, persönlich oder anonym, am Telefon bzw. per e-mail. Erkundigen Sie sich nach den Möglichkeiten des Kontakts zu anderen Betroffenen. „Zumachen“ und „Runterschlucken“ kann krank machen und vollkommen isolieren. Es ist hier wie bei körperlichen Erkrankungen auch: Je später man etwas dagegen unternimmt, desto mehr Aufwand kostet es, aus der Lage wieder herauszukommen.
Berichten Sie uns möglichst konkret von erlebten Diskriminierungen oder Tabuisierungen wegen HIV oder AIDS!

5 Ratschläge gegen Ausgrenzung und Diskriminierungtürkischtürkisch.pdf
5 Ratschläge gegen Ausgrenzung und Diskriminierungenglischenglisch.pdf
5 Ratschläge gegen Ausgrenzung und Diskriminierungfranzösischfranzösisch

Wir haben jahrelange Erfahrungen, Ihre Interessen in solchen Situationen zu schützen und zu vertreten. Nutzen Sie auch die konkreten Erfahrungen und Kompetenzen anderer betroffener Menschen, gegen Diskriminierungen oder auch nur die Angst vor Diskriminierungen beherzt und klug vorzugehen. In Einzelfällen vermitteln wir fachliche Hilfen, Anwaltskanzleien und andere Unterstützung um durch Tabus und Diskriminierung keinen Schaden zu erleiden.

Machen Sie Diskriminierung auf Grund von HIV und AIDS niemals zu Ihrer „Privatsache“. Morgen erlebt das Gleiche jemand anders und Sie beide denken: „Damit bin ich ganz allein!“ Und Menschen und Einrichtungen, unter deren Diskriminierung Sie leiden, erfahren keine solidarische Gegenmaßnahme. Vergessen Sie nicht: Gemeinsam ist man fast immer stärker. Suchen Sie sich Verstärkung und unternehmen Sie etwas!

Auch wenn Sie nicht selbst betroffen sind: Seien Sie wachsam, empfindlich und solidarisch, was diskriminierendes Verhalten gegen betroffene oder mitbetroffene Menschen in Ihrem Alltag anbetrifft! Zeigen Sie Zivilcourage! Mischen Sie sich ein! Schildern Sie uns Vorfälle und Beobachtungen. Sie verbessern damit unsere Beratungsmöglichkeiten und die Möglichkeiten, gegen Missstände solcher Art direkt und notfalls öffentlich vorzugehen.

Auch wenn Sie selbst unsicher sind, ob AIDS nicht wirklich ein Tabu sein sollte und ob nicht tatsächlich Menschen mit HIV und AIDS ausgeschlossen werden sollten, sind wir für Sie da. Bei uns gibt es keine Gesprächs-Tabus, Dinge auszusprechen, weil frau/man „das nicht sagen darf“. Es gibt nur eine Regel für beide Seiten in Gesprächen: Wir nehmen uns gegenseitig erst einmal ernst mit dem, was wir uns gegenseitig sagen möchten und wir hören ernsthaft zu, wenn die oder der andere darauf antworten möchte. Melden Sie sich ruhig, wenn Sie mit unseren Haltungen nicht klar kommen.

Mainuferfest 2017

Am Wochenende vom 24.Juni bis 25.Juni 2017 findet das jährliche Offenbacher Mainuferfest statt. Die AIDS-Hilfe ist auch wieder mit einem Stand vertreten.

Samstag, 24.06.2017  
09:00 Uhr -- 11:00 UhrAufbau und WacheRobert, Dietmar
11:00 Uhr -- 16:00 UhrWacheHolger
16:00 Uhr -- 19:00 Uhr1. SchichtDennis, Michael, Franz
19:00 Uhr -- 22:00 Uhr2. Schicht und AbbauRolf (?)
Sonntag, 25.06.2017
12:00 UhrAufbauDietmar
12:00 Uhr bis 15:00 Uhr1. SchichtChristina und Peter
15:00 Uhr bis Ende2. Schicht und AbbauDietmar, Joachim, Robert
Wir freuen uns auf Euren / Ihren Besuch!

1. Offenbacher Kranlauf

Benefizlauf für die AIDS-Hilfe Offenbach e.V. auf dem Hafenplatz am 03.10.2017

Anmeldung vor Ort bis 11 Uhr | Start: 11:30 Uhr | Strecke 3 & 5 km


Veranstalter ist die AIDS-Hilfe Offenbach. Das Sportamt und das Quartiersmanagement der Stadt Offenbach unterstützen den Lauf organisatorisch und logistisch.

Copyright Plakat: jahnkedessign,com

Der Benefizlauf steht unter der Schirmherrschaft vom Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber.

Sportler und Nichtsportler, Alt und Jung, Groß und Klein – alle sind eingeladen am 1. Offenbacher Kranlauf mitzumachen. Auch Zuschauer sind herzlich willkommen! Die Läufer werden um 11:30 Uhr starten, die Laufstrecke ist barrierefrei und beträgt 3 und 5 Kilometer.

Nach dem Lauf gibt es Musik, Essen und Getränke. Die Einnahmen aus dem Preisgeld gehen an die AIDS-Hilfe Offenbach.

Kranlauf Offenbach Auf der Homepage der Stadt Offenbach ist der Kranlauf unter Kranlauf zu finden.

Dort ist ab Juli 2017 eine Anmeldung möglich.

Startgebühr:
— unter 18 jährige 5 €
— über 18 jährige 10 €

Spender und Sponsoren sind sehr willkommen.

Kontakt: Barbara Schwab, Telefon 069 — 88 36 88.

Was können Aids-Hilfen für Flüchtlinge tun? — ein syrischer Flüchtling erzählt..

MyPost veröffentlicht hier einen Beitrag, den unser ehrenamtlicher Mitarbeiter Mokbel mit A., der 2014 aus Syrien geflohen ist, geführt hat.

Interview mit A., mit deutscher Übersetzung.

Das Interview gibt wichtige Informationen darüber, mit welchen Bildern zu HIV und AIDS und zu anderen Infektionen über Sex und Drogenkonsum Menschen nach Deutschland kommen, die aus anderen Ländern fliehen mussten. Die deutschsprachige Version wird von Mokbel und Marius gesprochen.

A. came to Germany as a refugee in 2014.
In this video he gives his opinion on what institutions councelling on HIV /Aids can do to give information on sexually transmitted infections (STIs).

Interview with A., arabic version.

Jahresbericht 2015 / 2016

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

wieder sind zwei Jahre vergangen und Sie halten den Jahresbericht 2015/2016 in der Hand. (Links siehe unten am Ende dieses Artikels)

Im nächsten Jahr feiert die AIDS-Hilfe Offenbach ihr 30jähriges Bestehen, und immer noch ist unsere Arbeit in den Bereichen Prävention, Beratung und Betreuung notwendig. Wir sind die einzige Stelle zum Thema HIV und Testberatung in der Stadt Offenbach. Durchgeführt werden die Beratungen und Tests zweimal wöchentlich in den Räumen der AIDS-Hilfe von einem Arzt im Ruhestand, wobei sich das Testangebot auch auf andere sexuell übertragbare Infektionen erstreckt.
Obwohl die Krankheit ihren Schrecken durch die gute medizinische Entwicklung verloren hat, so ist es dennoch eine Tatsache, dass die Zahlen der Neuinfektionen leicht gestiegen sind.

Leider steht HIV und AIDS bei den politischen Parteien nicht mehr auf der Agenda und verschwindet mehr und mehr aus der Öffentlichkeit. Geblieben ist aber das Tabu der Erkrankung.
Hauptanliegen unserer Mitarbeiter als auch der im Ehrenamt Tätigen ist es daher, gegen Stigmatisierung und Diskriminierung zu kämpfen.

Einen Schwerpunkt der Arbeit unserer hauptamtlichen Fachkräfte machen Beratung und Betreuung aus; der Anteil von MigrantInnen (wir beraten in verschiedenen Sprachen) nimmt zu. Eine weitere Säule unserer Arbeit ist die Prävention.

Im Frühjahr 2015 startete das Projekt „My Post – by immigrants for immigrants“. Hier informieren Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer Muttersprache über HIV und AIDS.
Präsentationen dieses Projektes sind auf unserer Homepage in 13 verschiedenen Sprachen zu finden.
Während der interkulturellen Woche im September 2016 führten Mitglieder des My Post-Projekts zum Thema „Religion, Glaube und AIDS“ Interviews in verschiedenen Sprachen mit Vertretern von verschiedenen Religionsgemeinschaften durch. Diese Interviews wurden als Kurzfilm in der Geschäftsstelle der Aids-Hilfe als Beitrag zur interkulturellen Woche gezeigt. Diese selbst produzierten Videos konnten auch im Offenen Kanal Rhein-Main empfangen werden.
Finanziert wird das Projekt durch das hessische Sozialministerium, die Deutsche AIDS-Stiftung und die Stiftung Miteinander Leben.

Unsere Präsenz beim Mainuferfest, beim Tag der Selbsthilfegruppen, dem Welt-AIDS-Tag und beim Streetwork verdanken wir der Unterstützung durch unsere ehrenamtlichen Helfer. Ihnen allen einen herzlichen Dank dafür!

Unser Dank gilt auch den öffentlichen Zuschussgebern (der Stadt Offenbach, dem Landeswohlfahrtsverband, dem Land Hessen, dem Kreis Offenbach), sowie den Gemeinden Neu-Isenburg, Dietzenbach und Dreieich, die durch ihre großen und kleinen Spenden unsere Arbeit erst ermöglichen. Danken möchten wir der Deutschen AIDS Stiftung für zahlreiche Unterstützungen von bedürftigen Klientinnen und Klienten. Daneben hat die Stiftung durch finanzielle Förderung die Durchführung zahlreicher Projekte ermöglicht. Auch dafür danken wir herzlich.

Zu guter Letzt möchten wir darauf hinweisen, dass wir in den beiden vergangenen Jahren einen hohen Spendenrückgang zu verzeichnen haben. Zur Aufrechterhaltung unserer Arbeit auch in der Zukunft sind wir daher auf viele Spenden angewiesen und würden uns über Ihre Unterstützung freuen.

Egilde Ulrich

Der Jahresbericht liegt in zwei Fassungen vor. Die Original ist farbig erstellt. Jahresbericht_2015_2016

Für den Ausdruck zuhause haben wir eine schwarz-weiss Fassung erstellt.
jahresbericht_2015_2016 (schwarz-weiss)