Lutz van Dijk Foto: Egmont SeilerDr. phil. Lutz van Dijk Autor, geboren in Berlin, wohnhaft in Capetown Südafrika und Amsterdam liest in deutscher Sprache aus seinem neuen Buch „..endlich den Mut“ in der Rudolf Koch Schule in Offenbach Schloßstraße am Montag, den 1. Juni um 19 Uhr. Eintritt frei. In einer Gemeinschaftsveranstaltung vom bam Buchladen am Markt, der Aidshilfe Offenbach und der Rudolf Koch Schule.
Stefan ist 17 Jahre, als er 1942 wegen eines Liebesbriefes an einen jungen deutschen Soldaten im besetzten Polen zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Den Zweiten Weltkrieg, die Jahre der Folter, Gefangenschaft und Erniedrigung bis Mai 1945 überlebt der junge Pole nur knapp.
Buchcover „Endlich den Mut…“ Quer VerlagMit 65 Jahren begegnet er dem 30 Jahre jüngeren Deutsch-Niederländer Lutz van Dijk und verfasst mit ihm zusammen das Jugendbuch Verdammt starke Liebe (1991), bis heute das einzige Jugendbuch zur Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit weltweit und seitdem in zahlreiche Sprachen (darunter ins Englische, ins Japanische und zuletzt 2013 ins Bulgarische) übersetzt.
Gut zwölf Jahre korrespondieren beide bis kurz vor Stefans Tod 2003. Seine erst nun veröffentlichten Briefe dokumentieren die spannende Bewusstwerdung eines ehemals verfolgten schwulen Mannes, sein beinah rauschhaftes Coming-out auf seiner ersten Lesereise in die USA bis hin zu den erneut aufkommenden tiefen Ängsten zum Ende seines Lebens.
Ein Projekt von Schülerinnen der Goethe-Schule Neu Isenburg zusammen mit der AIDS-Hilfe Offenbach e.V.
Schülerinnen der Klasse 9 E der Goethe-Schule in Neu Isenburg kamen auf Anregung der AIDS-Hilfe Offenbach zu dem Entschluß, ein Video zu folgender Frage zu erstellen: „Welche Bedingungen benötigt eine Schülerin oder ein Schüler, die/der an AIDS erkrankt ist, an unserer Schule, um nicht in große soziale Angst und Not zu geraten?“
Das Video gliedert sich in fünf Interviews. Es beleuchtet diese Thematik und damit verknüpfte Tabus aus fünf verschiedenen Perspektiven. Zu Wort kommen die beiden Schulsprecherinnen, ein Lehrer, eine Lehrerin, ein HIV- Betroffener und ein Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Offenbach.
Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Beteiligten für diese großartige, solidarische Leistung! (ml/kho)
Am 1.12.2014 gab es in den Pausen während des Vormittags im Goethe-Gymnasium in Neu Isenburg ein mächtiges Affen-Theater. Mit Statements gegen TABU und DISKRIMINIERUNG auf Grund von AIDS stellten sich immer wieder drei weitere Gruppen von Schülerinnen und Schülern als Affen maskiert für ein Foto auf. „Nicht sprechen wollen“ „nicht hören wollen“, „nicht sehen wollen“ – das markiert die Gefahr Menschen auf Grund von AIDS zu diskriminieren und gleichzeitig vor der Gefahr einer Weiterverbreitung die Augen zu schließen. Wir bedanken uns für den tollen Einsatz all dieser Schülerinnen und Schüler.
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